LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Main-Taunus-Leichtathleten räumen in Erfurt ab

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 20.2.2016:

In guter Form präsentierten sich die heimischen Altersklassen-Leichtathleten mit drei Gold und jeweils vier silbernen sowie bronzenen Medaillen bei den deutschen Senioren-Meisterschaften in Erfurt.

Erfurt.

Anne Reuschenbach (LG Bad Soden-Sulzbach-Neuenhanin) konnte dabei im Diskuswerfen der Altersklasse W 35 mit 34,83 m ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Sie steigerte ihr DM-Resultat um rund anderthalb Meter und hatte einen satten Vorsprung auf Linda Müller (LAV Dietzhölztal/31,49 m). Mit dem Speer markierte die LG BSN-Athlein, die in der letzten Saison wegen einer Schulterverletzung länger pausieren musste, als Zweite solide 31,12 m. „Platzierung ok – Weite nicht“, lautete ihr knappes Fazit.
Die nächste Goldmedaille gab es für die Mehrkämpferin mit 10,32 sec. (neue persönliche Bestzeit) über 60 m Hürden. An der letzten Hürde konnte Reuschenbach ihre Gegnerin Melinda Messer (LG Baar) gerade noch abfangen und sich mit 0,08 Sekunden Vorsprung knapp durchsetzen. Die LG lerin komplettierte ihr Mammutprogramm in Thüringen beim Weitsprung, den sie mit 4,66 m als Sechste beendete.

Eine Ecke weiter sprang hier die Kelkheimerin Anke Kettermann-Lang (Königsteiner LV). Die frischgebackene vierfache hessische Hallen-Meisterin (W 35) konzentrierte sich bei ihrer DM-Premiere jedoch auf den Kurzsprint und Weitsprung. Bis zum letzten Durchgang lag hier Bianca Herrmann (SG Vorwärts Frankenberg) in Front, ehe sich die Ereignisse überschlugen. Yvonne Pratsch (HmM Thüringen) flog mit 5,11 m zum Sieg. Alexandra Lampert (Sachsenring) und Kettermann-Lang markierten beide 5,09 m.
„Was will ich mehr“

Der um einen Zentimeter weitere zweitbeste Versuch gab den Ausschlag für Lampert. „Ich bin froh, eine Medaille gewonnen zu haben. Zudem habe ich eine neue Hallenbestweite aufgestellt und war auch noch im 60-m-Finale. Was will ich mehr?“, freute sich die KLV-Nachwuchstrainerin über ihre DM-Premiere. Über 60 m war die Mehrkampf-Spezialistin mit einer Bestzeit von 8,77 sec. angereist. Diese pulverisierte sie dann in ihrem Vorlauf mit starken 8,51 sec. und zog damit überraschend ins Finale ein. Gerade vom lange dauernden Weitsprung gekommen, fehlte dann hier ein wenig der nötige Druck, so dass Kettermann-Lang mit 8,68 sec. nicht ganz an die Zeit aus der ersten Runde ran kam.

Für Margret Göttnauer (LG BSN), im Freien eher über 10 km oder bei Halbmarathonläufen unterwegs, waren die 800 m unter dem Hallendach schon eher eine Sprintdistanz. Die Senioren der Altersklasse W 60 wollte unbedingt unter drei Minute laufen, was ihr mit der neuen Bestzeit von 2:57,11 min. auch gelang. Leider reichte ihr Einsatz nicht ganz für Edelmetall. Mit 1,33 Sekunden Rückstand wurde sie Vierte.

Die Truppe der LG BSN komplettierten über 60 m bei den M-50ern Thomas Zemmerich (8,50 sec.) sowie Thomas Turek (8,64 sec.). Einen Satz auf 11,60 m machte im Dreisprung Ulrich Broj (SG DJK Hattersheim), der bei den M 35ern als einzigen weiteren Starter mit zwei Zentimeter Abstand nur Marcel Schulz (Göttingen) vor sich hatte. Als neuer deutscher Meister kehrte Sebastian Strenkert (LG Eintracht Frankfurt) aus der Steigerwaldhalle heim. Der Neuenhainer hatte bei der Weitenjagd der M 40 eine tolle Serie mit vier Sprüngen jenseits der 6,20 m, wobei der bester Satz bei 6,39 m gemessen wurde. Das reichte zu DM-Gold vor Ludwig Döring (SV Sömmerda/6,30 m). Inke Fürtig (TV Okriftel) hatte in der W 75 nach 2,75 m (Weitsprung) und 11,54 sec. (60 m) Silber und Bronze im Gepäck. Gleich sechs Einsätze hatte Ingrid Schäfer (LH Main Taunus West/W 75), die mit dem Hammer (25,17 m) und im Weitsprung (3,28 m) jeweils aufs den dritten Platz kam. Im Hochsprung bedeuteten 0,95 m Platz zwei. Hinzu kamen 7,75 m mit der Kugel (4.) bzw. 17,56 m im Diskusring (6.).
(jp)
FM