LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Oberließens Doppelsieg

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 4.3.2015:

Nach langer Verletzung wieder in Topform: Peter Oberließen war in Erfurt gleich zwei Mal erfolgreich. Fotos: Görlitz

Zum Finale der Meisterschafts-Saison der Leichtathleten unter dem Hallendach und der deut- schen Winterwurf-Meisterschaften gab es bei den nationalen Titelkämpfen nochmals reichlich Edelmetall für die Starter aus der Region.

Erfurt Überragend war, was Peter Oberließen auf die Bahn der Steigerwaldhalle zauberte. Der M 55er im Trikot der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain lief über 800 Meter in hervorragenden 2:05,89 min. zum Sieg, distanzierte dabei die Konkurrenz um fast vier Sekunden und kam bis auf sieben hundertstel Sekunden an seinen deutschen Altersklassen-Rekord ran, den er erst am Wochenende zuvor in Kalbach aufgestellt hatte.

Wie stark die Leistung einzuordnen ist, zeigt die Tatsache, dass Oberließen nur eine Sekunde über dem Europarekord liegt. Ein tolles Event erwartet den schnellen Mittelstreckler nun diesen Sommer: Bei der Leichtathletik-WM in Peking darf er bei einem Einlagerennen für Senioren im „Vogelnest-Stadion“ seine Spikes schnüren.

Über 400 m hatte die Konkurrenz auch keine Chance. Mit der Hessenrekordzeit 54,94 sek. war der zweite Titel für Oberließen unter Dach und Fach. Zu einem weiteren deutschen Rekord fehlen ihm nur noch 0,4 Sekunden.

Grund zum Jubeln hatte auch Thomas Riehm (TuS Kriftel), der bei den M 55ern über 60 m in 7,50 sek. zu „Gold“ flitzte. Beim Weitsprung der Altersklasse M 50 flog Volker Lellek (DJK Hattersheim) starke 5,85 m weit, was mit dem zweiten Platz belohnt wurde. Auch über 60 m qualifizierte sich Lellek als Sieger des dritten Vorlaufes direkt für den Endlauf. Dort schaltete der Hattersheimer nochmals einen Gang hoch und kam mit hervorragenden 7,56 sek. auf den dritten Rang. Im Vorlauf war noch Thomas Zemmerich (LG BSN) mit von der Partie, der mit 8,41 sek. etwas unter seinem Leistungsniveau blieb. Auch sein Teamkollege Thomas Turek war mit seiner Vorlaufzeit von 8,54 sek. nicht ganz zufrieden.

Mit dem vierten Platz musste nach 2:14,88 min. über 800 m Andreas Reuschenbach (LG BSN/M 35) zufrieden sein. Auf die zweite Stufe des Siegertreppchens durfte in der Altersklasse M 35 dann noch Ulrich Broj (DJK Hattersheim) klettern, der nach „Hop-Step-Jump“ im Dreisprung bei 11,98 m in der Grube landete.

Anne Reuschenbach (LG BSN) holte sich mit der Schnapszahl-Weite von 33,33 m den Titel im Diskuswerfen der W 35. Ein Muskelfaserriss verhinderte aber weitere erfolgversprechende Starts.

Zwei Mal ran durfte dagegen Yvonne Steinfurth (LG Eppstein-Kelkheim). Die Technikerin beförderte die Kugel in der W 40 als Zweite auf 11,60 m und wurde im Diskusring mit 32,20 m Fünfte.

Komplettiert wurde das Feld der heimischen Altersklassen-Athletinnen durch Ingrid Schäfer (LG Main-Taunus-West), die in der Altersklasse W 75 vier Medaillen holte. Eine starke Leistung, auch wenn in den höheren Klassen oft nur noch ein oder zwei Athleten am Start sind. Für Schäfer gab es Titel im Hoch- (0,85 m) sowie Weitsprung (2,45 m), Silber über 60 m (13,16 sek.) und Bronze beim Hammerwerfen (25,62 m). Die sportliche Seniorin stieß die Kugel noch auf 7,61 m (6.) und warf den Diskus auf 15,69 m (5.).
(jp)
FM