LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Kreisrekord über 400 Meter: Dittombees guter Abschluss

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 1.8.2015:

Eine kleine Mannschaft der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain hatte in dieser Saison die hohen Qualifikationsnormen für die deutschen Meisterschaften in Nürnberg geschafft und überzeugte bei dem Saisonhöhepunkt.

Main-Taunus.

Für Silke Dittombee, die sich als einzige Einzelstarterin des Vereins qualifiziert hatte, bedeuteten die nationalen Titelkämpfe ihre bereits fünfte Teilnahme bei deutschen Meisterschaften. Die Sprinterin machte bei ihrem letzten großen Rennen der Saison über 400 Meter alles richtig und stellte dank eines starken Endspurts mit tollen 55,46 Sekunden ihren eigenen Kreisrekord ein. Leider blies der Wind bei diesem Vorlauf sehr stark, so dass eine mögliche neue Rekord-Marke im wahrsten Sinne des Wortes „vom Winde verweht“ wurde. „Ich bin noch nie bei einem 400-Meter-Rennen rund 300 Meter gegen den Wind gelaufen“, verriet die erfahrene Athletin. Ein Blick auf die bei den Sprunganlagen stehenden Windfähnchen bestätigte die Wahrnehmung und belegte, wie bremsend sich die Windböen im Stadion auf die Läufe auswirkten. Das Vorhaben, „Bestzeit zu laufen“, setzte sie beim Saisonhöhepunkt um, obwohl die Rahmenbedingungen schwierig waren. Unterm Strich stand ein 13. Platz auf der Stadionrunde zu Buche.

Am zweiten Tag ging Dittombee über 200 Meter in den Startblock und lief 25,28 Sekunden. Nach einem guten Start hatte sie in der engen Kurve einen kleinen Wackler, der wertvolle Zeit kostete, was die gute Laune und den gelungenen Abschluss einer langen Saison jedoch nicht trübte.

20 000 Zuschauer

Im Rahmen der Titelkämpfe in der Aktivenklasse ging es für den Nachwuchs bei den Langstaffeln um Edelmetall. Für Naomi Heidrich, Viktoria Bruckert, Helena Broj und Natascha Seifert war alleine die Qualifikation für die Titelkämpfe bereits ein riesiger Erfolg. Einzig Natascha Seifert hatte schon einmal Luft bei deutschen Meisterschaften geschnuppert, als die LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain in Wattenscheid im Finale mit Kreisrekordzeit auf Rang sechs lief. Eine solche Platzierung stand diesmal jedoch gar nicht zur Diskussion. Beeindruckt von der tollen Kulisse mit über 20 000 Zuschauen liefen die Nachwuchsathletinnen jedoch ein solides Rennen. Der böige Wind und die Rangeleien bei den Wechseln (14 Athletinnen tummelten sich gleichzeitig auf der Bahn) kosteten ein paar Sekunden, so dass die vier Sprinterinnen mit 4:10,59 Minuten etwas über ihrer Bestmarke von 4:08,16 Minuten blieben. Zur Staffel gehörten auch noch Paula Wendt und Vivien Wagner, die als Ersatzläuferinnen eine wichtige, jedoch persönlich sicherlich nicht einfache Aufgabe haben. Sie müssen sich immer für den Ernstfall bereithalten, wenn eine der Stammläuferinnen kurzfristig wegen einer Verletzung ausfällt.

Nächstes Jahr ist die LG-Staffel bei der DM sicher wieder dabei, denn die Zeit von 2015 gilt bereits als Norm-Erfüllung für 2016 im Kasseler Aue-Stadion. Dort sind dann bis auf Natascha Seifert, die zu alt ist, alle Frauen wieder startberechtigt. Sie wollen dann noch ein paar Sekunden draufpacken.
(jp)
FM