LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Erfolgreich durchgebissen (Frankfurt Marathon)

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 29.10.2014:

Auch zahlreiche Läufer aus dem Main-Taunus-Kreis und dem Frankfurter Westen genossen bei der 33. Auflage des Frankfurt-Marathons die einzigartige Atmosphäre beim Zieleinlauf in der Festhalle./b>

Main-Taunus.
Der Arne Gabius des Main-Taunus-Kreis heißt Jasper Püschel. Während EM-Zweite über 5000 Meter von 2012 als Marathon-Debütant alle, inklusive sich selbst, mit seiner Zeit von 2:09:32 Stunden als Neunter überraschte, war der Flörsheimer Püschel zwar schon zum zweiten Mal in Frankfurt am Start, die Leistung des 18-Jährigen war aber nicht weniger beeindruckend. Nach 2:39:43 Stunden überquerte der Handballer aus der A-Jugend der HSG Wallau/Massenheim die Ziellinie und blieb – wie Gabius – unter seiner angestrebten Zeit von 2:40 Stunden. Damit war er fast 15 Minuten schneller als bei seinem Debüt. „2013 war ich quasi noch illegal dabei“, erzählt Püschel und erinnert sich gut an den „bösen Brief“ des Hessischen Leichtathletik-Verbandes (HLV), weil er damals das geforderte Alter von 18 noch nicht erreicht hatte. In diesem Jahr hat er – obwohl Sieger in der U20-Wertung – ob seiner starken Vorstellung noch keine Post vom HLV erhalten. Wie Arne Gabius vom Deutschen Leichtathletik-Verband wünscht sich Jasper Püschel auch vom HLV andere, bessere Förderstrukturen und intensiveren Kontakt zu den Athleten.

m Gegensatz zu Püschel ist Frank Wiegand schon ein alter Hase. Der 49-jährige Diplom-Ingenieur aus Kelkheim lief bei seinem 19. Start in Frankfurt seinen 80. Marathon insgesamt. „Das war auf jeden Fall ein Top-Ergebnis“, freute sich Wiegand über seine Zeit von 2:45:15 Stunden. Auch wenn an seine Bestleistung von 2:39:11 Stunden aus dem Jahr 2011 nicht herankam, war der Kelkheimer, der für die LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain startet, zufrieden. „Ich habe mich in diesem Jahr trainingstechnisch eher um den Triathlon gekümmert“, erklärte Wiegand. Umso bemerkenswerter war der zweite Platz in der Hessenmeisterschaft M45. Gegen Marcus Mattner (LG Eder/2:40:02) konnte Wiegand zwar nichts ausrichten, mit Frank Zimmer aus Frankfurt lieferte er sich aber wieder einmal ein packendes Duell. „Am Ende konnte ich ihn wieder einholen“, freute sich Wiegand. Auch er hatte bei Kilometer 31 auf der Mainzer Landstraße noch mit Krämpfen in den Oberschenkeln zu kämpfen. Auf halber Strecke hatte Wiegand 1:20:45 Stunden auf der Uhr stehen. „Die Punktlandung von 2:45:15 Stunden geriet erst bei 25 oder 30 Kilometern in Gefahr“, berichtete der 49-Jährige. Umso schöner war es für ihn, dass er am Ende doch seine Zielzeit von 2:45 Stunden nahezu perfekt traf. „Das war vor allem in diesem Jahr eine super Kulisse. Ich bin auch schon in Berlin oder New York Marathon gelaufen. Frankfurt, vor allem mit dem Zieleinlauf in der Festhalle, kann da mithalten“, adelte Wiegand die Veranstaltung.
(awo)
FM