LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Erfolgs-Senioren

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 6.3.2014:

An Riehm und Oberließen kommt keiner vorbei

Mehr als tausend Leichtathleten waren bei den deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften in Erfurt am Start – darunter einige höchst erfolgreiche Athleten aus dem Kreis.

Wer in der Halle schnell laufen will, muss nicht zwangsläufig auch in der Halle trainieren. Das jedenfalls meint Thomas Riehm. Er trainiert lieber im Freien – und das mit Erfolg. Bei den Meisterschaften in Thüringen sprintete er über 60 Meter in der Altersklasse M 55 zum Titel. Beinahe hätte Riehm sogar den deutschen Rekord seiner Altersklasse geknackt. Bei seinen 7,52 Sekunden fehlte ihm nur eine hundertstel Sekunde an der Rekordmarke.

„Es ist gut gelaufen, die Abstände waren relativ groß“, bilanziert Thomas Riehm angesichts der 8,18 Sekunden, die der hinter ihm ins Ziel laufende Andreas Linnemann (LG Eder) schon benötigte. Ein rundum glücklicher Athlet hört sich aber etwas anders an. „Die Zeiten – da bin ich ja nie ganz zufrieden. Wer mich kennt, weiß das“, gesteht der Hattersheimer, der mittlerweile für die TuS Kriftel startet, für die auch als Trainer tätig ist. Riehm weiß aber auch, dass es mit zunehmendem Alter immer ein bisschen schwieriger wird, schnelle Zeiten zu laufen. Seine Bestzeit über 60 Meter steht bei 7,37 Sekunden, gelaufen bei den Halleneuropameisterschaften 2011. Allerdings seien auch die Bedingungen nicht einfach gewesen. „Die Bahn in Erfurt ist neu und sehr weich gewesen“, berichtet der 54-Jährige. Die vorhergehende, härtere Bahn wäre ihm lieber gewesen.

Trotzdem hatte Thomas Riehm seinen Spaß. Das ist ihm das wichtigste. „Ich starte ja auch nicht jedes Jahr in der Halle.“ Alle vier Jahre etwa, rechnet Riehm vor, nimmt er an einer Hallenmeisterschaft teil. „Dazwischen halte ich mich fit.“ Wichtigster Punkt auf dem Trainingsprogramm ist für ihn nach wie vor der wöchentliche Treppenlauf zur Hofheimer Bergkapelle. „Das ist gut für Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit“, sagt Riehm. Für Hallenmeisterschaften einen hohen Aufwand betreiben oder Geld und Zeit investieren, mag er nicht mehr. Deswegen wird er auch nicht bei den Hallenweltmeisterschaften der Senioren in Budapest (Ungarn) Ende des Monats starten, obwohl er die Qualifikation in der Tasche hat.

Konkurrenz deklassiert.

Die Möglichkeit, bei der Hallen-WM zu starten, hat auch Peter Oberließen. Einmal mehr lieferte der Läufer von der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain eine starke Vorstellung ab. Über 800 Meter der M50-Männer deklassierte der 53-Jährige in 2:05,87 min. die Konkurrenz, Jörg Sender (Minden) kam erst in 2:09,13 min. als Zweiter ins Ziel. Auch über 400 Meter schnappte sich Oberließen den Titel. Bei 55,20 Sekunden blieb die Uhr stehen. In Volker Lellek machte ein zweiter Main-Taunus-Athlet in der Altersklasse M 50 von sich reden. Der Sportler von der DJK Hattersheim wurde im Weitsprung mit 5,93 m Zweiter und sprintete in 7,71 sec. über 60 Meter als Dritter ins Ziel. Im Vorlauf gescheitert waren in Sprint dieser Altersklasse Thomas Turek (8,43 sec.) und Thomas Zemmerich (9,439, beide von der LG BSN. Ihr Vereinskollege Andreas Reuschenbach verpasste den Sprung aufs Siegertreppchen über 800 Meter der M35. Er kam in 2:09,53 min. als Vierter ins Ziel.

Auch bei den Frauen waren zwei Main-Taunus-Athletinnen am Start. Sonja Langer (TV Okriftel) trug sich als Achte über 60 Meter der Frauen W35 in die Ergebnisliste ein, Yvonne Steinfurth (LG Eppstein-Hornau) wurde bei den W40-Frauen Zweite im Kugelstoßen (12,05 m) und Dritte im Diskuswurf (35,01 m).
FM