LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Kostka und Schwarz überzeugen, eine Wespe bremst Pohlenz

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 15.07.2007:

Main-Taunus. Ein bisschen Schwimmen im Wörthersee, Radfahren rund um Klagenfurt, und dann noch ein wenig Laufen in der schönen Landschaft Kärntens – was sich wie Urlaub anhört, kann ganz leicht zur Strapaze werden. Das mussten auch die Triathleten aus dem Main-Taunus-Kreis feststellen, die beim Ironman Austria in Klagenfurt am Start waren. In den Spuren der Spitzenathleten, zu denen auch der für den DSW Darmstadt startende Eppsteiner Kai Hundertmarck zählte, hatte ein Quartett aus dem Kreis die 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen in Angriff genommen und mit unterschiedlichem Erfolg beendet. Schnellster der Main-Taunus-Triathleten war der für den MTV Kronberg startende Bad Sodener Holger Pohlenz. Mit 10:46:34 Stunden, die ihm Rang 481 gesamt und den 98. Platz der Altersklasse M 40 einbrachten, verfehlte er seine Bestzeit deutlich. Das lag jedoch weniger an den heißen Temperaturen als vor allem daran, dass ihn am Wettkampftag eine Wespe gestochen hatte. Nach 1:01:00 Stunden Schwimmen, 5:07:47 Stunden auf dem Rad und dem Marathon in 4:23:44 Stunden war er froh, im Ziel zu sein – im Gegensatz zu seinem Vereinskameraden Thomas Köhler, der nach sechseinhalb Stunden auf dem Rad aufgeben musste.

Zur Freude einer kleinen Gruppe Bad Sodener Fans erreichte als zweitbester MTS-Starter Reinhold Schwarz von der LG Bad Soden/Neuenhain in 11:26:38 Stunden das Ziel. Obwohl er mit 4:32:34 Stunden den Marathon nicht so schnell absolvieren konnte, wie er sich das vorgenommen hatte, reichte es für ihn in der Endabrechnung zu einer neuen Bestzeit, da er zuvor die 3,8 Kilometer Schwimmen im Wörthersee in starker Zeit (1:08:24 Stunden) absolviert, und auf der Radstrecke mit 5:36:31 Stunden eine neue Bestmarke aufgestellt hatte. Notiert wurde er im Ziel als 829. gesamt und 60. der M 45. Sehr zufrieden war auch Christina Kostka von der TSG Eppstein mit ihrem tollen 11. Platz in der Altersklasse W 45. Nachdem sie in diesem Jahr nicht so viel wie erhofft trainieren konnte, ist das Erreichen des Ziels in 12:40:14 Stunden als 1407. der Gesamtwertung ein gutes Ergebnis. Sie stieg nach 1:17:14 Stunden Schwimmen in der Wechselzone im Europapark aufs Rad, benötigte für die 180 Kilometer 6:29:29 und lief den Marathon in 4:43:55 Stunden.

Eine sehr lange und gute Vorbereitung hatte ihr Vereinskollege Dieter Berdux hinter sich gebracht und entsprechend optimistisch mit einer Zeit von 10:30 Stunden geliebäugelt. Doch erwischte er einen schwarzen Tag. Das Schwimmen begann noch ganz nach Maß. Die 1:11:33 Stunden waren eine prima Zeit für ihn. Doch danach lief’s überhaupt nicht mehr. Der 90 Kilometer lange Radkurs mit einigen heftigen Steigungen, der zwei Mal absolviert werden musste und dessen höchster Punkt auf dem Rupertiberg bei 686 Metern lag, bereitete Berdux schon Schwierigkeiten. 5:46:39 Stunden waren nicht die Radzeit, die er sich vorgestellt hatte, und auch Marathons war er schon besser gelaufen als am Wörthersee. Nach weiteren 5:06:27 Stunden hatte er sich endlich durchgekämpft, als 1200. (33. M 50) von insgesamt 2000 Athleten, die das Ziel erreichten.

Da war der von gut 100 000 Zuschauern bejubelte Sieger Marino Vanhoenacker aus Belgien längst schon wieder frisch geduscht. 8:06:41 Stunden war seine Zeit. Damit war er 20 Minuten schneller als Kai Hundertmarck, der in 8:27:35 Stunden (55:25 min./4:23:41/3:02:46) Vierter wurde. (kes)

sg