LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Ein ungefährdeter Sieg für Stefan Wohllebe

Artikel aus dem Höchster Kreisblatt vom 18.4.2006:

Massenheim. Als klarer Favorit war Stefan Wohllebe (TV Waldstraße Wiesbaden) auf die 13 Kilometer lange Strecke des 5. Regionalpark-Volkslaufs gegen gut 250 Läufer gegangen. Der 38-Jährige ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, dass er dieser Position gerecht werden wollte und gewann überlegen mit einem Vorsprung von fast 2:40 Minuten: «Nach 800 Metern hatte ich mich vom Feld abgesetzt, nach 1500 Metern war ich alleine», war er zufrieden, «für mich war es wichtig, eine gute Zeit zu laufen. So habe ich mich hereingehängt». Für Wohllebe war die Zeit von 44:42,9 Minuten eine gute Vorbereitung auf den Gutenberg-Marathon in Mainz, den er am 14. Mai laufen wird. Auf den heimischen Strecken wird er aber auch bald wieder zu sehen sein: «Am Karfreitag habe ich mich für den Kreisstadt-Lauf angemeldet.»
Eine eindrucksvolle Vorstellung bot der Zweitplatzierte Achim Bolte. Der Hochheimer läuft in keinem Verein. Auf den Schlusskilometern setzte er sich von den Verfolgern ab und nahm danach ihre Glückwünsche entgegen. «Ich hatte mir vorgenommen, unter 50 Minuten zu laufen. Dass das so gut klappt, hätte ich nicht gedacht», freute sich der 40-Jährige, der es mag, dass er sich sein Training frei einteilen kann, «es war auch gut, dass wir den Gegenwind auf den ersten Kilometern hatten und dann am Ende Rückenwind». Der Hattersheimer Rainer Kühn kam nach 48:34,9 Minuten als Sechster ins Ziel und rätselte: «Ich weiß nicht, was los ist. Mir fehlt die Kraft, ich hatte auf den letzten Kilometern keine Reserven mehr.»

Einen spannenden Kampf um den Sieg gab es bei den Frauen. Christiane Wilken (geb. Heinsen) von der LG Stadt Hattersheim und Martina Stueck (TuS Wiesbaden-Rambach) lieferten sich ein tolles Rennen. Wilken, die vor dem Rennen noch Probleme mit der Kniekehle hatte, fand nach drei Kilometern ihre Konkurrentin. Sechs Kilometer liefen sie zusammen, «dann konnte ich am Anstieg nicht mithalten. Da war sie stärker». Die beiden Läuferinnen trieben sich zu tollen Zeiten, hatten am Ende fast vier Minuten Vorsprung auf die nächste Läuferin. «Sie hat mich gejagt», freute sich auch Stueck über den Zweikampf, der ihr ungemein weiterhalf, «nach neun Kilometern haben wir uns getrennt. Am Ende kam sie aber wieder schön auf». Stueck lag im Ziel zehn Sekunden vor Wilken. Die Hattersheimerin freut sich nun auf das nächste Wochenende, wenn sie als gebürtige Norddeutsche erstmals beim Hamburg-Marathon teilnimmt: «Dafür war das heute optimal. Ich habe so viel Gutes gehört und freue mich auf Hamburg.»

Bemerkenswert war auch eine andere Leistung: Im Alter von 75 Jahren kam Edmund Schepp (TuS Wiesbaden-Rambach) nach 59:24,4 Minuten ins Ziel und war noch komplett fit. Der Lohn dafür: Rang 41 im Gesamtklassement.

Ergebnisse
tm