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Staffel-Lauf dient als Aufgalopp für den Opel Ironman Germany

Artikel aus vom 13.05.2005:

Frankfurt. Obwohl die kürzeste Nacht des Jahres am 21. Juni zur Sommersonnenwende ansteht, feiert man in Frankfurt den «längsten Tag des Jahres» erst am 10. Juli. So jedenfalls lautet das Motto des Opel Ironman Germany, dessen Ziel zum vierten Mal auf dem Frankfurter Römerberg aufgebaut sein wird. Um die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen hinter sich zu bringen, haben die Athleten maximal 16 Stunden Zeit. Der Sieger bei den Männern wird kaum mehr als die Hälfte brauchen.
Am Start ist auch in diesem Jahr ein guter Teil der weltbesten Triathleten auf der Ironman-Distanz. Stefan Holzner, der Sieger von 2003 und 2004, gehört ebenso dazu wie Cameron Brown aus Neuseeland, der sich zuletzt zwei Mal in Folge mit Platz zwei begnügen musste. Er wird zwecks Akklimatisierung ebenso bereits sechs Wochen vor dem Wettkampf nach Europa kommen wie der Kanadier Peter Reid. Deutsche Triathleten wie Jürgen Zäck, Thomas Hellriegel und Normann Stadler (Hawaii-Sieger 2004) runden den Favoritenkreis ab.
Eine vordere Platzierung zugetraut wird auch Ex-Radprofi Kai Hundertmarck. «Er hat sein Schwimm- und Lauftraining erhöht. Man muss abwarten, wie sich das auf seine Leistungsfähigkeit auf dem Rad auswirkt», meint Ex-Triathlet Ralf Eggert, der Sport und PR-Direktor des Ironman Germany. Schließlich sei es nicht damit getan, in den beiden etwas «schwächeren» Disziplinen aufzuholen: «Kai muss schnell genug schwimmen und laufen, darf auf dem Rad aber nicht langsamer werden. Das ist die Kunst.» Dass Hundertmarck auch im Wasser und auf Schusters Rappen über mehr als nur Grundlagen verfügt, hat er allerdings schon bei seinen beiden bisher einzigen Ironman-Starts bewiesen. Nach Beendigung seiner Karriere als Radprofi im Herbst 2003 sicherte er sich mit Platz elf in Frankfurt 2004 auf Anhieb das Startrecht für Hawaii, wo er gleich 16. wurde.
Nicht um Platzierungen, sondern um Spaß und eine gute Sache geht es am 7. Juli beim Ironman Germany NightRun (Start: 19 Uhr; Mainkai). Mitlaufen kann jeder, vorausgesetzt man meldet sich rechtzeitig unter www.opel-ironman.de an und findet zwei Partner, denn die Strecke entlang des Mains soll in einer 3x5 Kilometer-Staffel absolviert werden. Das Startgeld in Höhe von 30 Euro pro Staffel geht zu 100 Prozent an die Stiftung Sporthilfe Hessen, die Spitzensportler und Talente aus hessischen Vereinen auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking fördert. Neben Hockey-Olympiasiegerin Silke Müller und einigen Ironman-Startern werden weitere bekannte Sportler auf dem Rundkurs erwartet. (rst)