LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

LG-Jahresabschlussfeier 2015 (korrigiert)

Am 28. November 2015 war es wieder soweit – die große Gemeinde der LG BSN versammelte sich für ein paar Stunden im großen Saal des Bürgerhauses in Sulzbach, um das Jahr Revue passieren zu lassen: filmisch, verbal, mit einigen Zahlen, mit Ehrungen und Auszeichnungen und vielen, vielen Gesprächen an den Tischen.

Für die Restauration sorgten die Mitglieder wie im vergangenen Jahr selbst - mit großer Buntheit und Vielschichtigkeit an Speisen. Und auch die Mischung der Anwesenden stimmte. Schüler, Jugendliche, Erwachsene bis hin zu den Senioren, Vorstand, Trainer, Kampfrichter, Helfer - kurz alle, die zum Funktionieren und Gelingen unserer überaus erfolgreichen LG BSN-Aktivitäten rund ums Jahr drinnen und draußen ihren Beitrag leisten, waren da. Rund 100 Veranstaltungen werden in jedem Jahr besucht – da kann man sich vorstellen, was da an Trainings- und logistischem Aufwand erforderlich ist. Ohne großes ehrenamtliches Engagement wäre das alles nicht möglich.

Zur sportlichen Bilanz

Breiten Raum nahm natürliche die sportliche Bilanzierung von 2015 ein. Vorstand Peter Eckes, der Trainerstab mit Sabine und Christian Müller, Jochen Dittombée, Eileen Müller und Silke Dittombée sowie „Ranglisten-Moderator“ Uwe Martin konnten eine große Zahl von Erfolgen würdigen und die bei Meisterschaften erfolgreichen und in Bestenliste gut vertretenen Athletinnen und Athleten en mit kleinen Präsenten ehren. Es war alles vertreten – Deutsche Meister, Hessenmeister, Regionalmeister, Kreismeister und sonst bei großen und kleinen Veranstaltungen gut Platzierte.

Nicht immer ist die zahlenmäßige Addition der Titel und Rekorde aussagekräftig – die zu unterschiedliche Konkurrenzsituation in vielen Altersklassen und Disziplinen macht eine vergleichende Gewichtung fast unmöglich. Gleichwohl sind die Zahlen eindrucksvoll. Peter Eckes sprach vom erfolgreichsten Jahr in der Geschichte der LG BSN überhaupt.

Und die Bilanz ist in der Tat imponierend: 175 Meistertitel holten sich die LG-Athletinnen und Athleten in 2015 – Deutsche Meister (8), Hessenmeister (55), Regionalmeister (5) und Kreismeister (108). Dazu noch 150 Podiumsplätze (Rang 2 und 3) bei den gleichen Meisterschaften plus Süddeutschen und noch zusätzlich 120 weitere Endkampfplätze (Finalplätze 4-8). Das summiert sich dann auf stolze 445 Spitzenplätze.

Natürlich können hier nicht alle Meister und Platzierte aufgelistet werden – das Zahlenwerk ist aber erstellt und steht dem interessierten Leser zur Verfügung. Ein paar Namen seien aber dennoch herausgehoben.

Peter Oberließen (M 5) stand 4mal ganz oben auf dem Siegespodest bei Deutschen Meisterschaften – 2mal in der Halle, 2mal im Freien, jeweils über 400m und 800m. Dazu holte er sich die deutschen Altersklassenrekorde über 800m in der Halle und im Freien und – etwas ganz besonderes – er erhielt eine Einladung zum 800m-Seniorenlauf im Rahmen der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Beijing, in dem er vor eindrucksvoller Kulisse im „Vogelnest“ den 6. Rang belegte. Da nehmen sich seine immerhin 8 Hessenmeisterschaften fast bescheiden aus. Je einmal Deutsche Meister wurden Anne Reuschenbach (W 35 - Diskus/Winterwurf), Margret Göttnauer (W 60 - 5000m), Klaus Wagner (M 70 – Marathon) und die M50/55-Marathon-Mannschaft mit Frank Wiegand, Charly Köhler und Uwe Martin. Alle Genannten holten zudem noch fast 30 Hessenmeisterschaften – Anne 10, Margret 6, Klaus 5 und die anderen 3 zusammen 7 Titel; dazu noch viele vordere Platzierungen bei DM und HM.

Erfreulich, dass wir in den zahlenmäßig und qualitativ hochkarätig besetzten Schülerklassen mit Vincent Pruy (M15) erstmals seit vielen Jahren wieder einen Hessenmeister (Blockfünfkampf) stellen konnten, der zudem auch noch über 80m Hürden in der DLV-Bestenliste weit vorne auf Platz 14 rangiert. Ein Armbruch im Training verhinderte dann leider seinen Start bei den Deutschen Schülermeisterschaften im Blockmehrkampf.

Silke Dittombée (F) wurde bei den DM 13. im 400m-Lauf, die Strecke, auf der sie 2mal Kreisrekorde lief (dazu noch ein KR über 800m) und bei den Süddeutschen 3. über 200m. Über beide Strecken ist sie auch in der DLV-BL vertreten (33./49.) Dritte Plätze bei den SDM holten sich auch Steffen Trenk (U 23) über 200m und die 4x400m w U 20-Staffel (Naomi Heidrich, Victoria Bruckert, Helena Broj, Natascha Seifert), die dann auch bei den DM in Nürnberg an den Start ging und Platz 20 in der DLV-BL einnimmt. Kai Strauch belegte im B-Endlauf der DM der U-20-DM den 6. Platz und lief als 4. bei den SDM der U 23 über 400m Kreisrekord (Platz 27 der DLV-BL). Und in der LG-Paradedisziplin auf der Bahn, den 400m, holte sich die 4x400m-Männerstaffel (Fabian Hromadka, Steffen Trenk, Alex Lierke, Kai Strauch) die Hessenmeisterschaft und belegt in der DLV-BL Platz 28.

Auch in Bezug auf Platzierungen unter den ersten 50 im DLV war 2015 mit 10 Nennungen das beste Jahr der LG seit langem. Neben den bereits erwähnten Plätzen rangieren dort noch Judith Scheifler (F) über 100km (13.), die Halbmarathon- und Marathon Mannschaften der Frauen (Irene Bell, Petra El Alami, Margret Göttnauer – Platz 23) und Männer (Frank Wiegand, Charly Köhler, Uwe Martin - Platz 42) sowie die 4x400m Staffel der m U 20 (Milan Zengeler, Luis Cuadrado, Marius Moser, Luis Lange) auf Platz 50. Bemerkenswert, dass die Hälfte der DLV-BL-Platzierungen auf Staffeln und Mannschaften entfällt.

Es wird dabei deutlich und von den Verantwortlichen immer wieder herausgestrichen, welche überragende Rolle in einem kleinen, aber hier fest verwurzelten Verein wie der LG die Mannschaftswertungen und die Staffeln in der Individualsportart Leichtathletik spielen. Sie sind ein Schlüssel zu vielen Erfolgen. Als Verein kann man in den Wertungen ganz oben landen, was in den Einzeldisziplinen sonst nicht möglich gewesen wäre und innerhalb einer Mannschaft oder einer Staffel kann die oder der Einzelne an Erfolgen teilhaben und auf dem Podium stehen, wo sie oder er anderenfalls nicht hingekommen wäre.

Im Nachhinein gab es dann allerdings noch einen Missklang, der hier nicht verschwiegen werden soll. 2 Schülerinnen, die sich während der Veranstaltung noch bei ihren Trainerinnen mit einer kleinen Ansprache bedankt hatten und die am nächsten Tag noch an einem Schülersportfest in Kalbach für die LG an den Start gingen, gaben am übernächsten Tag, dem letzten Tag der Wechselfrist (30.11.) plötzlich und ohne Vorwarnung ihren Wechsel zu einem Nachbarverein im Hochtaunuskreis bekannt. Nun gehören Vereinswechsel zur Leichtathletik dazu, aber die Art und Weise, der Stil ist es, der doch bitter aufstößt, denn eigentlich ist die Leichtathletik ja eine Sportart, in der ein fairer Umgang miteinander eine Selbstverständlichkeit ist (lassen wir einmal die Dopingproblematik auf hoher Ebene außen vor).

FM