LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Peter Oberließen kämpft sich in Peking auf Rang sechs

Pamela Ruprecht

Peter Oberließen in Peking


Peter Oberließen (LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain; Jahrgang 1960) hatte die Ehre, am Samstag im Rahmen der Weltmeisterschaften in Peking (China) im Masters-Rennen über 800 Meter der Klasse M50+ zu starten. Er belegte dort Rang sechs in 2:05,08 Minuten.

Peter Oberließen war von der World Masters Athletics, dem internationalen Weltverband der Senioren-Leichtathletik (WMA), für einen Senioren-Wettbewerb bei der WM in Peking nominiert worden und kostete seinen Traum aus. Auf der ersten Runde hielt er sich aus den Rangeleien heraus und reihte sich hinten rein. Dann startete er seine Aufholjagd. Auf den letzten 300 Metern mobilisierte Peter Oberließen nochmal alle Kräfte schob sich auf Rang sechs nach vorne. Als Fünfter kam er auf die Zielgerade, musste nur den Franzosen Benoït Zavattero noch vorbeiziehen lassen und lief nach 2:05,08 Minuten ein.

Tempo machte vorne der Brite David Heath, der vorher auf eine Zeit unter zwei Minuten spekuliert hatte. Mit 2:00,92 Minuten erreichte er sein Ziel nicht ganz. Zweiter wurde der Schwede Gunnar Rune Durén (2:03,41 min), Dritter Michael Sherar (2:03,61 min) aus Kanada.

Den Auftakt machten die Frauen. Der 400-Meter-Lauf der Klasse W50+ startete erst im zweiten Versuch. Es gab aber für keine der Teilnehmerinnen eine rote Karte. Die zwei Britinnen Sarah Louise Read Cayton (1:00,05 min) und Virginia Corinne Mitchell (1:00,81 min) kamen jubelnd auf den Plätzen eins und zwei ins Ziel.

STIMME ZUM WETTKAMPF:



Peter Oberließen (LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain)
Das war aufregend und mal etwas ganz anderes! Die Atmosphäre war absolut großartig, für uns Masters-Athleten war das eher wie ein Gemeinschafts-Event, auch wenn's zwischenzeitlich hart zur Sache ging. Für uns ist es schön, dass wir die Senioren-Leichtathletik auf dieser Bühne präsentieren können, oft überwiegt ja die Darstellung betagter Senioren. Wir wollten zeigen, was wir leisten können. Auf der ersten Runde hatte ich enorme Schwierigkeiten, da bin ich ein gebranntes Kind, bei den letzten zwei Weltmeisterschaften bin ich da zu Sturz gekommen. Anschließend konnte ich noch aufholen. Die Zeit ist unter den Umständen in Ordnung, so erfahren und cool sind wir ja auch nicht, dass uns das hier nicht beeindruckt. Es war ein super Erlebnis für mich, vor allem mit den Stars in der Warm-up-Zone, die deutschen Athleten haben mir alle Glück gewünscht.
tm/um