LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

LG Läufer erfolgreich im Thüringer Wald auf 43,5 km beim Rennsteiglauf

Um den 25. Mai war es wieder soweit, am Rennsteig brach das Lauffieber aus und tausende Sportler, Helfer und Zuschauer waren im Vorfeld und am Tag des Geschehens im Einsatz.

So auch reisten die beiden Marathonis aus dem Taunus am Vortag mit Betreuern an. Zur Startnummer wurden die berühmten Thüringer Klöße und schon viel Gewusel auf der Läufermesse in der Gutsmuthshalle in Neuhaus geboten.

Kristin und Stefan kamen schon mittags an und mussten ohne Kloß (Kloßparty erst ab 17h) den Weg zum Hotel in Zella-Mehlis antreten. Dort gab es alternativ Kartoffeln mit Quark im Gasthof vor Ort.

Alfred und Ulla kamen erst am Abend nach Neuhaus und Alfred kam noch in den Genuss der stärkenden Mahlzeit bevor sie ihr Quartier in Startnähe aufsuchten.

In beiden Lagern hoffte man auf gutes Laufwetter obwohl die Prognose alles andere versprach: 3°C und Regen für den Start und weitere Schauer am Vormittag.

Aber Optimismus wird belohnt, der Samstag begrüßt die Aktiven mit trockenem Wetter und der Himmel sieht schon bei der Anfahrt im Bus nach Neuhaus freundlich aus. Da kann man die kalten Temperaturen verschmerzen.

Im Startbereich treffen wir alle zusammen und ein weiteres bekanntes LG-Gesicht, Andreas Conrad ist ebenfalls mit von der Partie.

Kurz vor 9 Uhr geht es los, traditionell wird der Schneewalzer als Starthymne angestimmt und die Stimmung zusammen mit den ersten Sonnenstrahlen ist prächtig.

Punkt 9:00 starten knapp 2900 Marathonläufer vom Sportplatz und dürfen gleich die ersten Höhenmeter nehmen; es geht hinauf zur Straße und Richtung Wald. Bis knapp vor Kilometer 6 nutzt das breite Feld der Läufer die Straße, ab dem Getränkestand Sandwiesen biegen wir dann in den Wald ab, der uns mit viel Matsch, Pfützen und glitschigen Wurzeln empfängt.

Doch der angekündigte Regen bleibt weiter aus und sogar die Sonne erfreut die Läufer. So passieren wir gut gelaunt die Steigungen zum "Dreistromstein", "Masserberg (höchster Punkt 841 m) " und den Abstieg zur Verpflegung "Schwalbenhauptwiese". Diese stellt die technisch anspruchsvollste Passage des Laufes dar, ein Hohlweg, der auf ~ 1,5 km viel zu bieten hat: Wurzeln, Geröll und nasse Erde in treppenartiger Formation, hier gilt es jeden Schritt konzentriert und gewählt zu setzen.

Ist dies geschafft wartet gestärkt die nächste Herausforderung, das steilste Stück des Marathons hinauf zum "Großen Burgberg" (818m). Hier ist strammes Marschieren für die Meisten ökonomischer als das Beibehalten des Laufschrittes. Alfred lief gut durch und konnte viele Läufer überholen.

Auf dem letzten Drittel des Marathons gestaltet sich das Profil sehr wellig und fordert die Läufer durch stetigen Wechsel von Bergauf- und Bergabpassagen.

Da tuen anfeuernde Zuschauer entlang der Strecke inklusiver diverser volkstümlicher Musikdarbietungen und die liebevoll und gewissenhaft betreuten Verpflegungsdörfer mit viel Stimmung, motivierenden Worten und reichhaltigem Angebot wohl.

Für Mutige wird bei Kilometer 38 sogar Schwarzbier angeboten nebst Prognosen für das deutsche Champions League Finale am Abend. Der Streckesprecher ließ sich von diversen laufenden Fußballtrikotträgern zum sportlichen Themenwechsel verführen.

Die letzten Kilometer geht es abwärts, aber wir wissen alle, nach der Marathonzeitnahme geht es weiter und nach der langgestreckten Kurve noch einige hundert Meter mit zu überwindenden 90 Höhenmetern hinauf zum Sportplatz. Der Jubel, die klatschenden Zuschauer, das Ziel zum Hören nah, aber die ansteigende Gerade "Reitallee" zieht sich. Dann endlich biegen wir um die Kurve und es geht auf die finale Runde um den Sportplatz.

Es ist geschafft, 43,5 km mit knapp 700 Höhenmetern und vielen trailartigen Passagen mit vom vielen Regen durchweichten Boden. Ein echter Crosslauf mit Überlänge, aber es war jeden Meter wert.

Der parallel verlaufende Rennsteig-Radweg und das umliegende Straßennetz ermöglichen auch mitgereisten Betreuern am Renngeschehen teilzuhaben und an vielen Streckenpunkten motivierend zu unterstützen.

Fazit

Ein top organisierter Lauf mit viel Charakter, Naturerlebnissen und höchst motivierender Stimmung. Wir kommen wieder zum Rennsteig, denn die Werbeparole "Hart, aber schön" ist absolut zutreffend. Alfred hat schon mal ein Hotelzimmer für 2014 reserviert.

Ergebnisse

Alfred Markowetz	03:46:05; Gesamt 281. (2329) AK 30. (390)
Kristin Müller 	04:05:24; Gesamt  44.  (543)   AK 5. (43)
km