LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Trainingskilometersammeln für den Rennsteig 2013

1. Streich: Osterlauf in Jügesheim am 1. April

Der Lauf gestaltet sich in diesem Jahr als Verlängerung der Winterlaufserie auf 25 km. Die Temperatur am Start um 10h liegt noch frostig bei -1°C, die Sonne jedoch lacht und motiviert für den Lauf. So sind auch die beiden angereisten LG'ler Kristin und Alfred bestens gelaunt und laufvorfreudig am Start.

Es werden zwei Runden der bewährten 10er Strecke gelaufen mit einer Schleife, die von der früheren Osterlaufstrecke bekannt ist; hier meldet sich noch einmal der Ostwind und bläst der Läuferschar tüchtig ins Gesicht. Insgesamt ist die Organisation der Streckenführung in anderer Richtung im Vergleich zur Winterlaufserie jedoch vorteilhaft. Der erste Rundenanteil wartet mit leichtem Gefälle und gerölligem Untergrund auf während der Rückweg zum Stadion die Läufer mit seichtem Anstieg dafür aber recht gut befestigtem Weg erfreut. Dies macht sich besonders auf der zweiten Runde positiv bemerkbar.

Beide Läufer der LG kommen gut durch ohne jedoch zu viele Reserven aktivieren zu müssen. Denn der Trainingsweg bis zum Start am Rennsteig Ende Mai ist noch lang und mit der Energie will gut gehaushaltet werden.

Ergebnisse:

Alfred Markowetz; M50; 1:57:37; 8. AK; 38. M Gesamt
Kristin Müller; W35; 2:12:22; 5. AK; 23. F Gesamt

Fazit:

Eine wiedermal gut organisierte Veranstaltung mit attraktiver Streckenführung und Wohlfühlathmosphäre.

2. Streich: Hermannslauf - Eroberung des Teuteburger Waldes auf 31,1 km

Wer sich am historischen Hermannsdenkmal mit offizieller Startnummer Ende April auf den Weg begeben möchte, muß bereist im Januar schnell sein. Innerhalb weniger Stunden ist der Lauf komplett ausgebucht, alle 7000 Startplätze weg.

Mit gesichertem Startplatz heißt es dann die Logistik überdenken. Gestartet wird in Detmold und gefinisht in Bielefeld, zahlreiche Busse stehen zum Transfer zum Start zur Verfügung, also wird im Zielort genächtigt. So läßt sich dieses Event auf für mitgereiste radbegeisterte Betreuer prima für eine abwechlungsreiche Tour nutzen.

Wir reisen am Samstag an und sind positiv überrascht, Bielefeld erfreut uns mit einem ansehnlichen Stadtbild und es ist jede Menge Leben und Kultur auf der Straße.

Die kleine Läufermesse im Innenhof der Schule bietet viele Angebote, wird jedoch aufgrund der sehr ungemütlichen Wetterlage wenig frequentiert. Auch wir begeben uns rasch zum Abendessen und dann ins Hotel in Laufnähe zum Busparkplatz.

Der späte Start um 11h ermöglicht ein recht relaxtes Frühstück bevor es gegen 9h in Richtung Detmold aufgeht. Die Läuferin Kristin mit Bus und Betreuer Stefan mit dem Rad.

Am Hermannsdenkmal tummeln sich dann von Stunde zu Stunde mehr Läufer und Walker (die Wanderer sind bereits seit 7h auf der Strecke) und endlich hat auch der Himmel ein Einsehen und verbannt die Wolken für herrlichen Sonnenschein.

Um 11h startet die schnellste Truppe, dann geht es gestaffelt weiter bis alle unterwegs sind.

Die ersten Kilometer gehen im Wald vom Hermannsdenkmal hinunter, hier schon zeigt sich dass bei jedem Schritt Konzentration gefordert ist: Wurzeln, Steine, Sandpassagen folgen aufeinander. Hinzu kommt ein dichtes Starterfeld und Überholen und Überholtwerden birgt immer wieder Gefahren.

Der erste langgestreckte Anstieg führt zum Ehberg, die vielen Zuschauer und eine tolle Stimmung über mehrere 100m entlang der folgenden Panzerstraße entschädigen schnell für die Anstrengung. Weter geht es mit abwechslungsreichem Profil und Belag und auch der nächste Aufstieg wartet. Nach Oerlinghausen hinauf verliert man nichts wenn man ein paar Meter marschiert, denn die sehr steile Passage im Wald kostet im Laufen nur deutlich mehr Kraft bringt aber kaum Tempovorteil.

Die nächste Versorgung und erneut eine motivierende Menschenschar belohnt die Läufer und stärkt für den folgenden Kraftakt. Nach einigen Minuten Wartezeit aufgrund von Läuferstau fordern die Lämershagener Treppen mit 121 Stufen auf 3 Passagen verteilt, hier teilt sich am Ende die Spreu vom Weizen bzw. die Hermänner von den Weicheiern. Eine kurze Streckenteilung läßt die Wahl, wie man die letzten Höhenmeter zum Eisernen Anton (Funkturm) erklimmen möchte.

Oben angekommen ist es gewiss, nur noch ein paar kleinere Buckel sind zu bewältigen und die Vorfreude auf die Zielgerade auf der Promenade zur Sparenburg wächst. Dort warten über den letzten Kilometer gestreckt tausende laufbegeisterte Zuschauer, Freunde und Bertreuer.

Es ist geschafft, die 31,1 km sind absolviert und alle denkbaren natürlichen Bodenbeschaffenheiten und künstlichen Straßenbeläge erforscht.

Eine sehr schön gestaltete Medaille wird noch lange an das Erlebnis Hermannslauf erinnern; Wiederholungstat nicht ausgeschlossen.

Ergebnis:

Kristin Müller; W35; 2:56:41; 27. AK/ 138; 193. W Gesamt/ 1178

Fazit:

Herausfordernder Lauf mit viel Abwechslung, wechselndem Untergrund und z.T. steilen An- und Abstiegen, der mit kleinen Ausnahmen sehr gut organisiert ist und viel individuelle Ausstrahlung hat.

Obwohl ein überwiegender Naturlauf hat man das Gefühl, dass alle Bewohner des Umlandes an der Strecke stehen, um die Läufer zu unterstützen. Besonders an den irgendwie zugänglichen Stellen sammeln sich unzählige jubelnde Zuschauer mit Schildern, Klatschen und Musik und gestalten Volksfeststimmung.

km/tm