LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Bericht vom Berlin Marathon 2009

Berlin Marathon 2009

Am Samstag, den 19. September 2009 reisten wir zu neunt nach Berlin, um am kommenden Tag am Marathon teilzunehmen. Jörg hat uns netterweise als Betreuer begleitet und vor allem durch seinen trockenen Humor jederzeit für gute Stimmung gesorgt. Er hat uns drei Tage lang immer „Toast“ gespendet, wenn wir es zum Frühstück brauchten und am Dienstag – seinem Geburtstag - sogar Berliner, Pfannkuchen und Spritzkuchen.
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Unser Guide Olaf hat uns ein praktisches Appartement in unmittelbarer Nähe des Brandenburger Tors und des Startbereichs organisiert, was uns den üblichen Anreisestress am kommenden Tag sehr erträglich werden ließ.

Nach einem gemeinsamen Einkauf von überwiegend flüssigen Lebensmitteln für die kommenden zwei Tage verbrachten wir den Rest des Nachmittags mit der lästigen Abholung der Startunterlagen am Flughafen Tempelhof.

Der Samstagabend ist, wie es sich für Marathonläufer gehört, recht unspektakulär verlaufen. Wir haben in einem italienischen Restaurant noch ein paar Kohlehydrate getankt. Aufgrund der geringen Portionsgröße mussten einige auf dem Heimweg noch einen Döner nachlegen, um auch wirklich das Gefühl zu haben, gut gerüstet zu sein. Die Wettervorhersage für den kommenden Tag wäre für einen geplanten Freibadbesuch ideal gewesen, für einen Marathon sollte es jedoch etwas zu warm sein.

Am Sonntagmorgen mussten wir dann feststellen, dass sich die Wettervorhersage bewahrheitet hat. Das war wohl auch ein Grund, warum der erneute Weltrekordversuch von Haile Gebreselasie recht deutlich scheiterte. Allerdings hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch keine Ahnung, dass auch wir mit Ausnahme von Thomas, der bei seinem viertem Marathon in 3:31:45 Stunden eine persönliche Bestleistung erreichte, unsere persönlichen Ziele zum Teil deutlich verfehlen würden.

Vor dem Lauf hat uns Olaf noch einmal eine alte Läuferweisheit – wo auch immer er die her hat - ins Bewusstsein gerufen: „Wenn gar nichts mehr geht ... einfach weiterlaufen!“. Das beherzigten wir dann auch alle und es führte erfreulicherweise zumindest zu einer 100-prozentigen Finisher-Quote. Der Lauf war insgesamt für alle ein tolles Erlebnis..xxxx


Anschließend – es waren mittlerweile 25 Grad im Schatten – lagen wir noch eine ganze Zeit vor dem Reichstag in der Sonne und genossen mit reichlich alkoholfreiemWeizenbier die Atmosphäre und den Blick auf den Reichstag . Die Vermutung lag nahe, dass sich einige auch für den „Marathon danach“ etwas geschont haben, denn wir hatten uns ja schließlich noch zu feiern

Beim Abendessen im sehenswerten Nikolai-Viertel mit reichlich Hopfenblütentee, fetten Schweinshaxen und halben Enten wurde dann auch klar, wo wir noch deutlich Potential haben für eine Leistungssteigerung.

Der Montag sollte dann ausschließlich zu unserer eigenen Belohnung für die Strapazen des Vortags dienen, morgens ausgiebig Sauna mit einer anschließend typisch Berliner Currywurst vor dem KaDeWe und abschließender Stadtrundfahrt im offenen Bus.
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So ganz ohne Sport ging es aber auch an diesem Tag nicht. Wir trugen am Potsdamer Platz im Sony-Center zur allgemeinen und vor allem zu unserer eigenen Belustigung eine kleine Vereinsmeisterschaft im Rolltreppenentgegengesetztbergauflauf aus und konnten Andi als ungeschlagenen Meister küren. Dass nach verletzungsfrei überstandenen Marathon dann schließlich bei diesem Wettkampf die erste Verletzung auftrat, verschweigen wir lieber.

Am Abend besuchten wir noch eine Kabarett-Veranstaltung, bevor wir dann ab Mitternacht Jörgs Geburtstag ausgiebig feierten. Zum Schlafen sollten wir nicht mehr viel Gelegenheit bekommen. Zwei Stunden in der Morgendämmerung mussten reichen.

Am Dienstag morgen hatten wir sogar noch die Gelegenheit, ein bisschen im Liegestuhl an der Spree zu relaxen, um dann leider schon die Rückfahrt nach Frankfurt anzutreten.

Berlin ist nicht nur wegen des Marathons eine Reise wert...
Bilder



(Andi, Uwe, Olaf, Pierre, Gregory, Thomas, Holger, Andre, Jörg)


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