LG Bad Soden / Sulzbach / Neuenhain

Die Triathleten der LG BSN jubilierten beim 20. Rothsee-Triathlon mit Debütant Stefan Mayer

Nachwuchs-Talente, Triathlon-Erfahrene und Schlachtenbummler der
LG Bad Soden/Neuenhain jubilierten beim 20. Rothsee-Triathlon am 29.06.2008

Rund 1100 Teilnehmer machten die 20. Auflage des Rothsee-Triathlons am 29.06.2008 wieder zu einem der größten deutschen Wettkämpfe über die olympische Kurzdistanz.

Eine bunte Mischung von Triathletinnen und Triathleten aus ganz Deutschland, reichlich lokale Prominenz gewürzt mit einigen Weltklasseathleten ergaben das Starterfeld. 200 Amazonen und 900 männliche Kämpfer hatten für die Jubiläumsveranstaltung ihren Start angemeldet. Darunter waren neben unzähligen Breiten- und Leistungssportlern auch einige Spitzenkönner ihrer Leistungsklasse, nicht zu vergessen sieben verwegene Triathleten der LG Bad Soden/Neuenhain und ein Gaststarter des HSV Triathlon Klagenfurt.

Historisch gesehen zählt der Rothsee-Triathlon mittlerweile zu einem der deutschlandweit renommiertesten Wettkämpfe über die olympische Kurzdistanz.
Damit einher ging seit Gründung am 11. Dezember 1987 der kontinuierliche Aufstieg des Veranstalters, der HDI TSG 08 Roth zu einer der größten Triathlonsparten Deutschlands. Bei der Premiere des Rothsee-Triathlons verzeichnete man übrigens 330 Starter. Mittlerweile hat die Abteilung rund 500 Mitglieder und beim gestrigen Triathlon waren über 900 ehrenamtliche Helfer im Einsatz, darüber hinaus die Schlachtenbummler der LG Bad Soden/Neuenhain, die keine Mühen und Gelder gescheut hatten, Ihre Vereinsmitglieder 220km entfernt von der Heimat lauthals anzuspornen.
Namentlich erwähnt seien hierbei Marion Krüger, die bereits am Mittwoch zuvor zu einem verlängerten Wochenende am Campingplatz in Roth-Wallesau angereist war und nicht nur während des Wettkampfes mit Motivationsrufen wie „Sieht gut aus, du musst jetzt nur noch laufen, weiter so!“ glänzte, sondern die ganze Truppe mit kulinarischen, kohlenhydratreichen Speisen versorgte. Auch Bernd Müller mit Frau Brigitte und Tochter Sarah ließen es sich nicht nehmen, bereits am Vorabend anzureisen. Dabei war Bernd, dem in einer Woche die Teilnahme am Ironman in Frankfurt bevorsteht, die Vorfreude wahrlich anzumerken. Seine Teilnahme am 20. Rothsee-Triathlon konnten die Starter jedoch mit vereinten Überzeugungskräften verhindern. Vereinsmitglied Alois Ehrenmüller und Freund Norbert waren mittels Trekkingbike und einer Übernachtung in Rothenburg o.d.T. am Samstag angereist. Den Fan-Reigen komplettierten zu guter Letzt die Mutter von Reinhold Schwarz und ihr Lebensgefährte.

In den letzten 20 Jahren wurden die Wettkampfstrecken immer wieder mal leicht geändert, die absolute Renndistanz beträgt aber fast unverändert 1,5 Kilometer Schwimmen, 42 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen.
Wobei die Laufstrecke in diesem Jahr aufgrund von Bauarbeiten an der Strecke mit zusätzlichen 400 Metern den Zielspurt ein wenig mehr als sonst beeinträchtigte.
Beinahe hätten die Cracks beim Schwimmen auf ihre geschätzten Neoprenanzüge verzichten müssen, denn am Vortag des Wettkampfs hatte die Wassertemperatur im Rothsee 24,2 Grad Celsius betragen. 22 Grad ist der Grenzwert, ab dem der Triathlon-Verband das Tragen von "Neos" verbietet, und so stimmte Cheforganisator Dietmar Schuster die Teilnehmer bei der Nudelparty am Abend zuvor auf ein mögliches Schwimmen ohne Anzug ein. In der Nacht sank die Temperatur jedoch wieder auf 22 Grad. Bei hochsommerlichen Außentemperaturen ging es um 9:15 Uhr pünktlich an den Start.



v.l.n.r.: A. Winkler/ R. Müller/A. Winkler/ St. Mayer/ M. Braun/ R. Schwarz/ A. Pustowka/ M. Dirkes

Gesamtsieger wurde der Weltklasse-Triathlet Thomas Hellriegel. Mit einer Zeit von 1:56:35h verwies der erste deutsche Hawaii-Sieger von 1997 den Triathleten Sven Sundberg vom TV 48 Erlangen auf Rang zwei. Den dritten Platz teilten sich Marcus Schattner von der HDI TSG 08 Roth und Dorian Wagner. Bei den Frauen siegte Melanie Hohenester mit 2:08:59h, während die Lokalmatadorinnen Dagmar Matthes und Christine Waitz die Ränge zwei und drei belegten.
Von den sieben Startern der LG Bad Soden/ Neuenhain bewies mit der vereinsbesten Zeit von 02:17:03h, der 108. Gesamtplatzierung und dem 22. Platz in der TM25 Robert Müller erneut sein großes Talent. Stefan Mayer überzeugte in derselben Altersklasse durch einen hervorragenden vereinsinternen dritten Platz mit einer Zeit von 02:31:15h. Trotz einigen Lampenfiebers am Vorabend zeugt seine Leistung von viel Potential und ergänzt damit den Triathlon-Nachwuchs der LG. Mit seiner Schwimmzeit von 24:29min hatte er sich knapp drei Minuten Vorsprung auf dem Rad zu Triathlon- und Rothsee-Routinier Reinhold Schwarz erkämpft. Dieser überholte nach ca. 25km und kämpfte sehr hart während der darauf folgenden Laufstrecke um den zweiten Platz mit einer Gesamtzeit von 02:29:39h. Stefan war ihm zumindest läuferisch mit nur 10s Unterschied virtuell jedoch dicht auf den Fersen. Michael Braun erreichte trotz minimalen Trainigs mit 2:42:51h zufrieden das Ziel. Auch André Winkler musste verletzungsbedingt auf eine gute Vorbereitung verzichten, nutze den Wettkampf jedoch zur Standortbestimmung und war glücklich über einen schmerzfreien Zieleinlauf nach 02:53:24h.
Anja Winkler, nach dem Schwimmen noch 3min. hinter ihrer Vereinskameradin finishte dank guter Rad-und Laufleistung mit 03:08:16h. Die große Hitze zehrte während des Laufens an den Kräften von Anette Pustowka. Nach 3:19:36h erreichte auch sie zufrieden das Ziel.

Die drei schnellsten Männer der LG Bad Soden/Neuenhain belegten mit der Mannschaft und einer Gesamtzeit von 07:17:57 h einen passablen 53. Platz von insgesamt 123 gewerteten Teams. Dabei konnte Triathlon-Neuling Stefan Mayer neben Robert Müller und Reinhold Schwarz dieses Team komplettieren.
Zu einer Platzierung der Frauen-Mannschaft fehlte allerdings die dritte Frau.



v.l.n.r.: M. Braun Team-Wertung: R. Schwarz/ R. Müller/ St. Mayer

An dieser Stelle sei noch der überraschende Gastauftritt des ehemaligen Vereinsmitgliedes Martin Dirkes zu erwähnen, der extra aus seiner neuen Heimat Klagenfurt angereist war. Aufgrund seiner zuletzt bekannten Zielzeit am Rothsee wurde er überraschend mit Startnummer 44 bedacht und in die Schwimmgruppe der Spitzenathleten eingruppiert. Damit war er aufgrund seiner Trainingsbilanz von null Schwimm- und Laufkilometern in 2008 äußerst unglücklich. Dank seiner großen Erfahrung meisterte er jedoch diese Herausforderung und beendete den Wettkampf mit 2:37:55h im Namen seines neuen Vereins, dem HSV Triathlon Klagenfurt.


Triathleten und Fans der LG Bad Soden/ Neuenhain
v.l.n.r.: Stefan Mayer/ André Winkler/ Alois Ehrenmüller/ Anja Winkler/ Martin Dirkes (Gast)/ Marion Krüger/ Robert Müller/ Reinhold Schwarz / Michael Braun/ / Anette Pustowka

Verfasser: Anja Winkler


sg